Fabrik, großer Saal

Do, 26.04.01

Medienbüro präsentiert in Kooperation mit dem ok ol:

Der Regionale Wettbewerb

Seit Beginn der Oldenburger Filmtage war es uns ein Anliegen, auch Filme aus der Region Weser-Ems zu zeigen und FilmemacherInnen ein Forum zu geben, um sich und ihre Produktionen vorzustellen. 1996 entschieden wir uns erstmals dazu, die Filme im Rahmen des Regionalen Wettbewerbs zu zeigen. Der Publikumspreis in Höhe von 1000,- DM kann und soll natürlich nicht die Filmförderung ersetzen, soll aber dennoch einen Anreiz für den nicht-kommerziellen Film in der Nord-West-Region bieten.

Die Anzahl der Filme für den regionalen Wettbewerb ist von Jahr zu Jahr gestiegen. Was uns natürlich sehr freut, leider aber auch bedeutet, längst nicht mehr alle eingereichten Filme zeigen zu können. In diesem Jahr wurden knapp 30 Filme eingereicht. Ein Team aus den an den Filmtagen beteiligten Gruppen mußte sich schweren Herzens an eine Auswahl machen. Wir haben diese getroffen und hoffen, daß alle FilmemacherInnen, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt wurden, nicht entmutigt und nächstes Jahr erneut dabei sin. Ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs ist der Austausch unter den FilmemacherInnen und mit dem Publikum. Durch diese Gespräche sollen Anregungen gegeben und vielleicht auch die Vernetzung untereinander erleichtert werden.

Wir freuen uns, den Regionalen Wettbewerb nun schon im zweiten Jahr in Zusammenarbeit mit dem offenen kanal oldenburg zu präsentieren. Dort werden alle Filme, die heute live und im Beisein der FilmemacherInnen in der Theater Fabrik Rosenstraße zu sehen sind, am Freitag, den 27. April, ab 15:15 Uhr wiederholt. Das Publikum sowohl im Kino wie am Bildschirm hat dann im Anschluß die Möglichkeit (per Stimmzettel oder über das Telefon), über die Filme abzustimmen.

Der beliebteste Film erhält den Publikumspreis. Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 29. April, um 20:00 Uhr vor dem Abschlußfilm der Oldenburger Filmtage in der Theater Fabrik statt. Gesponsert wird der Preis in diesem Jahr vom Förderkreis des ok ol. Dafür herzlichen Dank!


ab 18:00 Uhr

Oldenburg 1994
10 min, S-VHS
Ein Film von Norbert Pollak

"... wo das Gras wächst über ein Kapitel Oldenburger Stadtgeschichte"

Der Film ist eine Dokumentation über den 1976 stillgelegten Verschiebebahnhof in Oldenburg/Krusenbusch. Die Filmaufnahmen entstanden im Mai 1994. ein Jahr später begannen die Abbrucharbeiten.

im Anschluß

Oldenburg 2000
45 min, VHS
Ein Film von Karin Edith Schütte und Sabine Molitor

Theodor Görlitz

Oldenburg auf dem Weg zur modernen Stadt

Der Film ist das Porträt des Dr. Theodor Görlitz: Als Oberbürgermeister Oldenburgs von 1921 bis 1932 führte er die Stadt durch die Krisenjahre der Weimarer Republik. In dieser schwierigen Zeit gelang es ihm, Oldenburg neue Zukunftsperspektiven als moderne Stadt zu eröffnen. Mit Görlitz, der als aufrechter Demokrat und als Mann Weimars galt, wurde ein Mann an die Spitze Oldenburgs gewählt, dem es gelang, eine Vielzahl von weitsichtigen Konzepten zu entwickeln und zu realisieren. Ob GSG oder EWE, ob Osthafen oder Fußgängerzone: Vieles, was heute in Oldenburg selbstverständlich ist, geht auf sein Wirken und seine Ideen zurück. Dennoch: Heute ist Theodor Görlitz fas vergessen. Mit umfangreichem historischen Foto- und Filmmaterial sowie nachgestellten Szenen erinnert der Film an das Leben des wohl bedeutendsten Oberbürgermeister den die Stadt je hatte und dokumentiert zugleich die Zeit der Weimarer Republik in Oldenburg.


im Anschluß

Deutschland 2000
11 min, VHS
Ein Film von Marcus Richardt

Zugvögel

Zugvögel ist eine Dreiecksgeschichte rund um die Figuren Betty, Marc und Maria. Marc hat einen Fehler begangen und möchte sich wieder mit Betty versöhnen, doch hierfür ist es längst zu spät. Wie in allen Dingen des Lebens, wird besonders in der Liebe immer wieder deutlich, dass es oft anders kommt als man denkt. Der Zug des Lebens steht selten für längere Zeit still und ist schneller als man denkt wieder mit Volldampf unterwegs ins Ungewisse.

im Anschluß

Oldenburg 2000
58 min, S-VHS
Ein Film von anna bohlen, anne mechau, ayla yeginer, janna leptien und doris palm

"es gab den bock und es gab himmlische musik"

mädchen sprechen mit überlebenden frauen des konzentrationslagers ravensbrück

"es gab den bock und es gab himmlische musik" dokumentiert die fahrt von vier 17-jährigen frauen im juni 2000 nach berlin. Unzufrieden mit der geschichtschreibung in der schule machen sie sich auf die suche nach informationen über das leben der widerstand leistenden jungen frauen während der herrschaft der nationalsozialisten. die mädchen besuchen die mahn und gedenkstätte ravensbrück und sprechen mit zwei überlebenden politischen häftlingen des frauenkonzentrationlagers ravensbrück: barbara reimann (80) und liesl jäger (73).

die power der frauen und ihre altersstarke ausstrahlung ist berhrend und bewegend. Der film handelt auch von den leiden der solidarität unter den frauen, die das überleben erst möglich machte.


îm Anschluß


Pause

ab 20:45 Uhr

Deutschland 2000
10 min, 35 mm
Ein Film von Stefanie Donker und Erik Lange

Die Zone

Ein Mann mit zwei Koffern steigt aus einem Taxi. Am Ende seiner Reise wartet eine neue Welt. Die Zone ist eine Übergangswelt, die die Suchenden auf ihrem Weg in die neue Welt durchqueren müssen. Begriffe wie Raum und Zeit haben hier keine Bedeutung. Die alte Welt, symbolisiert durch das Taxi ist die irdische Welt, die die Suchenden hinter sich gelassen haben. Die neue Welt liegt hinter dem Nebel. Hier treten die Suchenden ein, wenn sie bereit sind, die Zone zu verlassen.

im Anschluß

Deutschland 2000
26 min, Digitalvideo
Ein Film von Claus C. Dummeier

Steine, Staub und Patina

Porträt des Oldenburger Bildhauers Udo Reimann

Von wem ist eigentlich der Brunnen am Lefferseck? Wie ist er da hingekommen? Und seit wann steht er da eigentlich?

Udo Reimann gibt sehr persönlich Antwort auf diese fragen. Denn ihm als Bildhauer sind wesentliche Akzente im Oldenburger Stadtbild zu verdanken. Ohne seine Arbeit wäre die Stadt um einige Blickfänge ärmer.

Der Film zeigt die Orte, die Udo Reimann durch sein künstlerisches Schaffen gestaltet hat. Die Kamera begleitet ihn in den Steinbruch, wo er sein Material auswählt. Es wird erklärt wie das Material Stein bearbeitet wird und gibt so verblüffende Einblicke in das arbeiten des Bildhauers.

Die inhaltlichen Aspekte der Arbeiten Udo Reimanns machen den Film zu einer intensiven Begegnung mit sensiblen Gedanken und schöpferischer Ausdruckskraft.


im Anschluß

Oldenburg 2000
5 min, VHS
Ein Film von Christian Wecke, Christiane Schmidt und Jens Bodenberger

5 vor Expresso

Ist es Traum oder wahrhaft. Zeit zerstückelt im Stakkato ihrer selbst. Die Maschine metronomisch. Und wir beide schauen auf das Wasser.

im Anschluß

Deutschland 2000
30 min, VHS
Ein Film von Martin Busker und Bastian Schreitling

ferne ufer

ferne ufer ist eine dramatische Liebesgeschichte über zwei Jungen, die die Liebe zu ihrem eigenen Geschlecht entdecken. Der Stoff, der erst für eine Komödie geplant war, wurde auf die Erzählung eines Tages im Leben von Marc umgelegt. Die Handlung besteht auf Teils wahren Begebenheiten. Für die Ausarbeitung der Geschichte haben wir Kontakt zu Jugendlichen aufgenommen, die z.B. unter einem Gehirntumor leiden und konnten so deren Leben und die damit verbundenen Einschränkungen verarbeiten. Doch steht der Krebs in unserem Film nicht wirklich im Vordergrund. Hier soll die freundschaftliche Beziehung zwischen zwei normalen Jungen dargestellt werden, die etwas weitergeht. Wir wollen hiermit auf dramatische Weise zeigen, das die Homosexualität nichts besonderes oder außergewöhnliches ist und hoffen auch damit ein Zeichen setzen zu können.
eise zeigen, das die Homosexualität nichts besonderes oder außergewöhnliches ist und hoffen auch damit ein Zeichen setzen zu können.