Fabrik, großer Saal
Mi, 25.04.01
USA 1967 |
Medienbüro präsentiert:
Bonnie und Clyde
Die authentische Geschichte eines berühmt gewordenen Gangsterpaares im amerikanischen Südwesten zur Zeit der großen Depression in den 20er Jahren:
Clyde Barrow und seine Freundin Bonnie Parker, zwei einfache Leute aus der Provinz, erfüllen sich ihren uramerikanischen Traum von Freiheit und Reichtum, indem sie gemeinsam Autos stehlen, Banken ausrauben und mordend durch die Lande ziehen. Von den staatlichen Autoritäten gehasst und gnadenlos verfolgt, werden sie jedoch von großen Teilen des Volkes bewundert und sogar als Helden verehrt, zumal sie die kleinen Leute verschonen. Zu ihrem eigenen Mythos tragen sie kräftig bei, indem sie in der Presse stolz von ihren Taten berichten, Fotos und sogar Gedichte von sich an die Zeitungen schicken. Doch ihr Traum währt nicht lange. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei sind sie verwundet und ziehen sich in ein Versteck zurück. Sie werden jedoch denunziert und sterben unbewaffnet unter dem Kugelhagel von über 1000 Schüssen, die Polizisten in einem wahren Blutrausch auf sie abfeuern. Regisseur Arthur Penn entwickelte seine Außenseiter-Ballade zum Spiegelbild amerikanischen Bewusstseins in den 60er Jahren. Nostalgisch beschwor er in seinem ersten erfolgreichen Film den Mythos des "guten Gangsters" und kritisierte ihn gleichzeitig. »Ein ungewöhnlicher Gangsterfilm, ungewöhnlich schon deshalb, weil er nicht in engen Großstadtstraßen, sondern in der weiten Landschaft der Südstaaten spielt. Blühende Felder sind der Hintergrund für Raub und Mord; und Bonnie und Clyde betreiben ihr Gewerbe mit einer gewissen heiteren Fröhlichkeit. Doch was man als Zynismus missverstehen könnte, weist in Wirklichkeit über den Film hinaus ...« (Reclams Filmführer) Auszeichnungen: Oscar 1967, Beste Nebendarstellerin: Estelle Parsons, Beste Kameraführung: Burnett Guffrey |