Fabrik, großer Saal
So, 29.04.01 16:00 Uhr
Deutschland 1929
90 min, 16 mm
Regie: Karl Valentin
DarstellerInnen: Karl Valentin, Liesl Karlstadt
Live Musik
Komposition und Aufführung: Jogi Nestel
Booking: Püpcke Kulturkommunikation
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Gemeinsamer Abschlußabend
Der Sonderling
Stummfilm mit Live Musik Begleitung
In Zeiten wirtschaftlicher Depression spielt Karl Valentin einen Arbeitslosen aus dem einfachen Münchner Milieu. In seiner typischen verschmitzt-bajuwarischen Art nimmt er seine Mitmenschen auf den Arm, bleibt aber letztendlich doch der Verlierer. Der Sonderling ist einmal mehr ein Paradebeispiel für das einmalige Zusammenspiel des größten deutschen Komikerpaares Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Dieser erste Langfilm Valentins gilt nicht nur wegen der hervorragenden Darsteller als ein herausragendes Beispiel der deutschen Filmgeschichte. Bei all seiner Komik transportiert der Sonderling eine gehörige Portion Gesellschaftskritik und ist auf erstaunliche Weise seiner Zeit voraus.
Nach seiner überaus erfolgreichen Arbeit mit Buster Keatons Der General und rund 70 Auftritten bundesweit in drei Jahren, entdeckte der Percussionist Jogi Nestel auf der Suche nach einem neuen Film eine Archiv-Kopie des "Sonderlings", dessen Negativ 1945 als Beutekunst nach Moskau gelangt war. Nach der Genehmigung der Valentin-Erben ließ sich Jogi Nestel selber Vorführ-Kopien erstellen, zu denen er mit Schlag- und K1ang-Instrumenten aus der ganzen Welt eine eigene Musik geschaffen hat, die ganz besonders die Stimmung der Handlung unterstützt, so dass ein gleichberechtigtes Geben und Nehmen von Bild und Ton entsteht.
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